im TV gesehen: Tatort – Tempelräuber (WDR)

Verfasst Mittwoch, 4 November, 2009 von work2chill
Kategorien: Filmkritik, TV

Ein amüsanter, aber kein klamottiger Tatort aus Münster. Auch wenn man bei Boernes zwei gebrochenen Armen schon manchmal das Gefühl hatte. Aber insgesamt war diesmal die Mischung zwischen Spannung und Humor genau richtig. Der Fall lief jedoch so durch, auch wenn Münster endlich mal das Thema behandelte das am nächsten liegt. Und dazu noch in sensibel. Die Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 20 %).

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Foto: WDR

im TV gesehen: Tatort – Um jeden Preis (BR)

Verfasst Dienstag, 20 Oktober, 2009 von work2chill
Kategorien: Filmkritik, TV

Thomas Sarbacher zum Zweiten! Da ist der Tatort-Hauptverdächtige innerhalb von acht Tagen der Gleiche, nur eben in einer anderen Rolle. Diesmal als Gewerkschaftsfunktionär. Gewerkschaft und Tatort? Passt das? Wenn man die Programmzeitschriften liest, eher nicht, aber die 90 Minuten Münchner Tatort haben etwas anderes bewiesen. Auch wenn der Krimi zu kurz kam – schließlich war es wirklich Selbstmord und dazu kam ein selbstverübter Anschlag – es war ein interessantes Spiel um Macht und Erhalt derselben, um Medien und  Intrigen. Ok, die persönliche Schiene zwischen Greedinger (von Greed=Gier) und Bati(c) war etwas weit hergeholt und auch der Gastauftritt vom Luca-Toni-Austausch-Italiener war ja fast mehr Mittel zum Zweck, um Otto-Normalzuschauer bei der Stange zu halten. Egal, war irgendwie gut. Die Wertung: 7/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 20 %).


Foto: BR

im TV gesehen: Tatort – Vermisst (SWR)

Verfasst Mittwoch, 14 Oktober, 2009 von work2chill
Kategorien: Filmkritik, TV

Jubiläum für Lena Odenthal. 20 Jahre Tatort aus Ludwigshafen. Und ein Fazit darf die Kommissarin sich selbst geben: „Wer ich bin?“, fragt Odenthal kurz vor Krimi-Schluß ihren verdächtigen Gegenüber. „Lena O. Nicht mehr ganz jung. Beziehung: Katze. Freunde: meine Kollegen. Mehr nicht. Seit 20 Jahren wühle ich in Gewalt, Mord und Totschlag. Und ich find‘ nur selten irgendetwas Nettes darin. Ich bin einsam. Oft.“ Die Neue – als die sie 1989 startete – ist schnell zur Etablierten geworden. Und vielleicht auch austauschbarer. Ihr neuester Fall „Vermisst“ ist auch keiner, der ihr eine starke Identität gibt. Da teile ich die Meinung der kritischen Spiegel Online-Hommage von Christian Buß: … der (Drehbuch-geschriebene-persönliche) Stillstand bei der Figur Odenthal überträgt sich irgendwann auf den SWR-Tatort insgesamt. Und so ziehen sich auch die Jubiläums-90 Minuten Neutrumgerecht (man könnte auch sagen: 20 Jahre und immer noch Single; oder gibt da platonische Kopper-Liebe?) dahin. Eines bleibt jedoch festzuhalten: Sooo schlecht war das Ende und die Auflösung nicht, aber in Deutschland kommt man dafür trotzdem in den Knast, in den USA kann nicht (vgl. Doppelmord). Die Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 65 %).

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Foto: SWR

im TV gesehen: Tatort – Platt gemacht (WDR)

Verfasst Mittwoch, 7 Oktober, 2009 von work2chill
Kategorien: Filmkritik, TV

Schon wieder ein Kölner Tatort zum Thema Alkohol. Ja hallo, erst die Krimis mit den Schwierigkeiten mit Minderheiten in Schwierigkeiten und jetzt schon wieder ne thematische Doppelung… sei es drum, Kollegen Ballauf hat ja keinen Tropfen angerührt  – man beachte die (hoffentlich gewollte) aussagenden Szene im Lokal mit der Auswahl zwischen zwei Kölsch und dem Kaffee, wobei Max zum braunen Muntermacher greift. Ansonsten wird die soziale und moralische Kelle nur selten rausgeholt und das ist gut. Auch der Undercovereinsatz bleibt auf eine Minimum beschränkt, wer soll auch Freddy als Hausmeister und Stöver und Brockie beim Versteckt-Campen schlagen. Die Mörderin ist spät zu erkennen und auch sonst laufen die 90 Minuten gut vorbei, obwohl man so langsam das Gefühl bekommt, die Geschichten der beiden kölsche Jungs sind bald alle erzählt. Aber den geneigten ARD-Zuschauer stört es nicht: Der Tatort landete mit 9,55 Millionen Zuschauern nicht nur den ersten Platz bei den Sonntagskrimis 2009, sondern ließ dabei auch noch Superman, Oceans 12 und Navy CIS hinter sich. Die Wertung: 7/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 75 %).

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Foto: WDR

Und wer jetzt die Bewertungen der September-Tatorte „Borowski und die Sterne (NDR)“ und „Architektur des Todes (HR)“  vermisst – ich hab auch viele Minuten der beiden schwachen Krimis verpasst und verzichte auf eine Wertung. Zwei kurze Fazite: 1. Gut, das bald Schluß ist mit Sawatzki und Co. Ulli Tukur, rette bitte den HR! 2. Warum in alles in der Welt lässt der NDR Borowski seine Psychologin poppen? Ab jetzt werden seine (immer skandinavischeren) Krimis also von Beziehungsallerlei und/oder -stress gebeutelt. Oh je!

im TV gesehen: Tatort – Mit ruhiger Hand (WDR)

Verfasst Samstag, 29 August, 2009 von work2chill
Kategorien: Filmkritik, TV

Sommerpause vorbei! Endlich wieder ein (neuer) Tatort! Und dann noch das Kölner Duo, aber diesmal irgendwie nur lauwarm, wie ein Pils niemals sein sollte. Wobei wir auch beim Thema wären. Alkoholismus in der ganzen (Täter-)Familie und dazu noch beim Kommissar Ballauf. Es gibt derzeit wenig Tatorte ohne Sozialkritik und Psychokisten. Klar, dass Thema ist wichtig und richtig, ließ aber auch die Spannung am Sonntagabend im Dilirium. Denn das der Ober-Doc letztentlich auch der Täter war war mehr als abzusehen. Dazu Wackelkamera und mit lauter Musik und Alk zugedröhnte Trauerszenen. Und ein alter Ballauf mit Selbstzweifeln und ohne Selbstkenntnis. Vielleicht wird ja alles besser mit eventueller neuer Affäre? Wenigstens Freddy ohne Aussetzer. Die Wertung: 5/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 5 %).

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Foto: WDR

Freddy at his best:  Ballauf nach gestörter Zweisamkeit mit Chance auf ersten Kuss :  „Miserables Timing, Feddy“. Schenk: „Wieso Timing, Du bist einfach zu schüchtern!“

im TV gesehen: Tatort – Das Mädchen Galina (SWR)

Verfasst Samstag, 18 Juli, 2009 von work2chill
Kategorien: Filmkritik, TV

Uiih, ganz vergessen, den letzten Tatort vor der obligatorischen Sommerpause zu bewerten! Ist ja übrigens auch nicht schlecht, wenn man mal den Sonntag auf der Terrasse sitzen kann oder bei schlechtem Wetter den ein oder anderen Film auf  wegguckt. Zum Tatort: Also Stuttgart wird immer beliebter… Zwar war derFall kein überaus spannender, dafür die Auflösung aber nicht schlecht, man konnte mal wieder schön miträtseln. Und die beiden Cops werden immer sympathischer. OK, da wird Bootz gleich mal angeschossen (keine schusssichere Weste oder was?), also ein weitere Fall von Gewalt an Ermittlern, und davon gab es in letzter Zeit schon einiges. Wenigstens waren keine Hunde und keine Homosexuellen dabei… Dafür wurde aber heterosexueller Kontakt gemieden. Mensch Lannert, geht doch endlich mal an Deine Nachbarin ran! Was war sonst noch? Ach ja, Tatort-Recycling:  Der kroatische Bruder der toten Prostituierten war im Fall der Grund für Zuviel Heulsusigkeit bei Kollegin Nika und in Wirklichkeit der Darsteller von Daniel Castorf – dem Ex-Tatort-Cop aus Hamburg (nur jetzt eben ein bisschen moppeliger)!Die Wertung: 7/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 75 %). Weite gehts mit neuen Folgen dann am 23. August in Köln: Wir freuen uns auf Ballauf und Schenk!

„Tatort“ Stuttgart - Szenen aus „Das Mädchen Galina“
Foto: SWR

Gute Schlußpointe: Lannert auf die Frage, warum er denn trotzdem den vormals verdächtigen, schleimigen, ja verabscheuungswürdigen Politiker gewählt hat: „Er war der Einzige auf dem Wahlzettel, den ich kannte.“

im TV gesehen: Tatort – Tote Männer (RB/WDR)

Verfasst Freitag, 19 Juni, 2009 von work2chill
Kategorien: Filmkritik, TV

Schon wieder der Assi, der hier im Mittelpunkt steht. Diesmal ist Stedefreund nicht verdächtigt, sondern festgefahren in seinen Verdächtigungen, lässt nicht los und zerstört nicht nur das „Eheglück“ des jungen Ehepaares (von wegen!), sondern auch noch gleich die gute Welt seiner Chefin Lürsen, da er ihre Tochter mit einem One-Night-Stand beglückte. War ja klar, dass es mal so kommen konnte – und die alte Mutter stellt sich trotzdem ein wenig an! Egal, ich glaub eh, das Stedefreund in Wahrheit schon ein mehr als heimlicher Verehrer seiner Vorgesetzten ist (nennt man das das Ödipus-Komplex?!). Der Fall an sich war für uns von Anfang an klar. Fritzi Haberlandt ist für mich (Sorry!) in allen ihrer Rollen irgendwie ne Psychopatin und deshalb schon von Grund auf verdächtig. Die Atmosphäre des TV-Krimis war trotzdem nicht zu verachten, ebenso die Bilder und die schauspielerischen Leistung vor allem von Felix Eitner (der ne echt arme Sau spielt). Im Endeffekt die Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 5 %).

https://i1.wp.com/www.radiobremen.de/fernsehen/tatort/die_faelle/bild926_v-slideshow.jpg
Foto: RB/WDR