Archiv für Juni 2009

im TV gesehen: Tatort – Tote Männer (RB/WDR)

Freitag, 19 Juni, 2009

Schon wieder der Assi, der hier im Mittelpunkt steht. Diesmal ist Stedefreund nicht verdächtigt, sondern festgefahren in seinen Verdächtigungen, lässt nicht los und zerstört nicht nur das „Eheglück“ des jungen Ehepaares (von wegen!), sondern auch noch gleich die gute Welt seiner Chefin Lürsen, da er ihre Tochter mit einem One-Night-Stand beglückte. War ja klar, dass es mal so kommen konnte – und die alte Mutter stellt sich trotzdem ein wenig an! Egal, ich glaub eh, das Stedefreund in Wahrheit schon ein mehr als heimlicher Verehrer seiner Vorgesetzten ist (nennt man das das Ödipus-Komplex?!). Der Fall an sich war für uns von Anfang an klar. Fritzi Haberlandt ist für mich (Sorry!) in allen ihrer Rollen irgendwie ne Psychopatin und deshalb schon von Grund auf verdächtig. Die Atmosphäre des TV-Krimis war trotzdem nicht zu verachten, ebenso die Bilder und die schauspielerischen Leistung vor allem von Felix Eitner (der ne echt arme Sau spielt). Im Endeffekt die Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 5 %).

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Foto: RB/WDR

im TV gesehen: Tatort – Im Sog des Bösen (SWR)

Donnerstag, 11 Juni, 2009

Im Sog des Bösen schienen zu allererst die Tatort-Autoren zu sein: persönliche Verstrickung des Ermittlers in den Fall durch Bekanntschaft – damit mordverdächtig, ein Staatsanwalt der nicht so koscher ist, interne Ermittlungen. Das haben wir in den letzten Monaten zuhauf gehabt. Und dann noch Frau Blum. Sie zählt nicht zu meinen Liebsten und die Art wie sie mit Perlmann umgegangen ist, trotz aller Verdachtsmomente, spricht für sich! Der Fall war spannend (abgesehen von den unnötigen Hintergrund-Themen: Medizin-Skandal!? und Oldie-Band), keine Frage, aber wenn man ganz ehrlich ist, haben die Police-Praktikanten von Anfang an keinen korrekten Eindruck gemacht. Nur wie dann das Finale aufgelöst wurde war wieder ein Fall von: „Oh Mist, schon 83 Minuten voll, wir müssen ein aufklärerisches Finale schaffen – mit dem Brechhammer!“ Insgesamt fürn Blum-Tatort nicht schlecht, dank Perlmann, der endlich mal mehr zeigen durfte, denn Blum wirkt eh behäbig und fast schon wie die Ehrlicher vom Bodensee, oder besser „Konstansch“. Wertung: 5/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 30 %).

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Foto: SWR

im TV gesehen: Tatort – Kinderwunsch (RBB)

Sonntag, 7 Juni, 2009

Wieder mal Österreich – wieder mal unentschlossen in Bewertung und Film. Irgendwie cool wie Krassnitzer seine vorher (hübsche Angebetete nun nach Ertappen (und irgendwie nicht Gentlemen-Like und Staatsrecht-like) zu weiteren Aussagen zwingt. Das sieht man nicht häufig in bundesrepublikanischen Tatorten – von Schimanski und Batu mal abgesehen. Und für die Story – Fusch und Auslands-Mafia bei künstlicher Befruchtung – absolut nicht verträglich, dass der Faden zur osteuropäischen Mafia überhaupt nicht weiterverfolgt wird. Zudem kann mir keiner erzählen, dass von Pistolenschuß-Getroffene mit Schutzweste über 5 Minuten nach dem Treffer rumliegen als wären sie tot. Oder war das Tarnung? Beim Zuschauer jedenfalls hat es gewirkt… Ansonsten nicht viel. Der Ösi muss sich langsam mal entscheiden ob „ganz oder gar nicht“, das war irgendwie dazwischen… Wertung: 5/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 40 %).

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Foto: RBB

im TV gesehen: Tatort – Schiffe versenken (RB)

Mittwoch, 3 Juni, 2009

Vorweg: Eine endgültige persönliche Bewertung entfällt, da ich die letzten 30 Minuten im (Halb-)schlaf verbrachte. Das spricht nicht gerade für einen spannenden Tatort mit Lürsen, sondern für einen Mitläuferkrimi (trotz guter Lokation – Schiff in der Nordsee) mit einigen Ungereimtheiten: Wieso kann die Kommissarin weit auf dem Meer noch mit  deutschem Handy(netz) telefonieren, ein Schiffsmann kann durch Stahltüren gehen und eine Polizisten lässt sich (freiwillig, da Seegesetz gilt) entwaffnen. Und wieso um alles in der Welt schickt man keinen Hubschrauber und lässt die überarbeitete und alternde Miss Marple, ach nee, Lürsen allein unter Männern ermitteln bzw. versuchen zu ermitteln? Fragen über Fragen – da siegte der Schlaf. Aber am 14.06. darf die Bremerin ja wieder ran, das muss besser werden. Denn auf dem Wasser hat die Dame aus der Hansestadt nicht überzeugt, dass war eher „Krimi versenkt“! Wertung: 4/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 50 %).

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Foto: RB