Im TV gesehen: Tatort – Borowski und die heile Welt (NDR)

Ein starker Borowski. Nicht so gut wie sein bester „Die Tote aus dem Moor“, aber dennoch ein sehenswertes Stück aus dem hohen Norden. OK, der Fall hatte einige Längen, und obwohl meine Frau und ich desöfteren wegen unserer nicht-wirklich müden Kinder aus dem Fall gerissen wurden, konnte die jeweilige Frage „Hab ich etwas verpasst?“ stets mit „Nein“ beantwortet werden. Wieder einmal zeigt sich auch, dass der Tatort nicht mehr der typische Krimi ist, auch nicht sein kann, denn jeder Ermittler hat seine Eigenarten, sein typisches Umfeld und jeder ARD-Sendeanstalt möchte vielleicht auch einmal einen Fernsehpreis absahen. Und so ist „die heile Welt“ des Herrn Borowski auch mehr Psycho-Rätsel und Sozialdrama als Krimi. Das ist super gespielt von Milberg (Betroffenheit) und Wackernagel (innerer Zerrissenheit), trägt am Ende in den letzten Minuten aber zu dick auf: Sprung vom Balkon, Querschnittlähmung, dennoch geborenes Baby, Ehemann wird Vater. Für den Fernsehpreis muss man das nicht tun, wohl aber für die etwa 7 Millionen Alllerwelts-TV-Kunden am Sonntagabend. Wertung: 8/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 50 % – meine Frau ist natürlich schnell drauf gekommen (Frauen), ich tippte lange auf die „Oma“).

https://i1.wp.com/www.cineastentreff.de/teleschau/200919/1/200919_215451_2_012.jpg
Foto: NDR

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