Heinz Erhardt zum 100. – Das hat man nun davon

Datei:Goettingen Denkmal Heinz Erhardt.JPG

Als Mitdreißiger bin  ich quasi mit ihm aufgewachsen. Denn für meine Eltern gab es Mitte der Achtziger keine besseren Filme, die ihr Junior auch mal mitschauen durfte. Und so wurden die Wiederholungssendungen (zumeist) im ZDF zur Geburtststunde meiner Sympathie für Heinz Erhardt. Am 20. Februar wäre der große akribische Meister des Wortwitzes 100 Jahre alt geworden. Und was macht die ARD, sie will es/ihn feiern. Aber die beste Gelegenheit, den Menschen hinter dieser berühmten Brille vorzustellen, hat die ARD am Donnerstag abend zu bester (sonst Pilawa-Show-) Zeit verspielt. Schade. Dennoch konnten einige Dokus in den Dritten und die Wiederholungen der (besseren) Filme auf Premiere Nostalgie die Laune bessern. Deswegen hier, die Top-3-Filme mit Heinz Erhardt:

1. „Natürlich die Autofahrer„: Der Klassiker. Trude Herr, Peter Frankenfeld. Passionierter Nichtfahrer gewinnt in Lotterie Auto und muss den Führerschein machen. Unendlich komisch. Und gedreht in Göttingen. Meiner Uni-Stadt. Oft fuhr ich mit dem Fahrrad (anders bewegt man sich da nicht fort) die Schauplätze des Films ab. Allen voran der Blumengeschmückte Kreisel am Deutschen Theater, wo im Film Erhardt während seiner Führerscheinprüfung eine Gangsterverfolgungsjagd vollführt, die allerdings nur gefilmt wird. Am eigens für Heinz in Gö aufgestellten Denkmal „Heinz Erhardt (1909-1979) in dem hier in Göttingen gedrehten Film ‘Natürlich die Autofahrer’ (D 1959)“ bin in Richtung Uni natürlich fast täglich vorbei gefahren.

2. „Drillinge an Bord„. Dreimal Erhardt, Dreimal Bollmann. Für diese frühe Zeit eine durchaus gelungene technische Umsetzung einer Verwechslungskomödie auf hier See, in der nebenbei auch noch eine Tresorknackertruppe hochgenommen wird. Der Klassiker: Erhardts Lied: „Linkes Auge blau…“

3. „Das hat man nun davon„: In dieser Sendung, eigentlich ein Theaterstück,  die 1970 aufgezeichnet wurde, und die ich erstmals in seiner seltenen Ausstrahlung 1989 vor einer Klassenfahrt nach Torfhaus/Harz sah, steht Amtsschreiber Willi Winzig (Heinz Erhardt) kurz vor seiner Pensionierung und muss einen Verrückten spielen, um aus Steuerschwierigkeiten herauszukommen. Kommt bekannt vor, richtig! Heinz Erhardt hatte in der Rolle des Willi Winzig einen großen Erfolg auf der Bühne: Er spielte den Finanzbeamten über 500 Mal. Aber richtig erfolgreich war die Rolle erst im Film „Was ist denn nur mit Willi los“. Aber das Theaterstück ist herzhafter, ehrlicher und Heinz-Pur! Auch wenn der Ohrwurm-Song „Grüezi wohl Frau Stirnema“ fehlt…

Trotzdem! Einprogrammieren!

ZDF Theater ZDF Theater 24.02.2009 | 19:40
Das hat man nun davon

Lustspiel von Wilhelm Lichtenberg

bis 21:10 (90 Min)

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