Im TV gesehen: Tatort – Schwarzer Peter (MDR)

Es war der beste Leipziger Tatort bisher, ein Familiendrama in dem besonders die Frau mit „Küchenmutti-Charme“ ihre Rolle zu finden versucht. Wuttke bleibt blass (und bleibt auch bislang seine hoch gelobte Theatererprobte Kunst schuldig) und guckt höchstens mal grimmig. Das reicht nicht. Also wirds ein Frauen-Fernsehspiel. Obwohl sich Frau Thomalle bemüht, manchmal hat man das Gefühl ihre Mimik ist Botox-gefroren oder ist gar nicht gespielt, sondern aufgrund der persönlichen Stiaution, verbunden mit einem Wegzug aus dem schönen Gelsenkirchen verbunden… Interessant auch, was man zum Beispiel zu den Tatorten so in den Internetforen ließt. Vom kleinen Drehbuchfehler „… er hat die Firma damals für einen Euro von der Treuhand gekauft…“ bis zur nicht unrichtigen Meinung: „Probleme haben die Leute: Da wird eine Frau von ihrem Mann jahrzehntelang drangsaliert, aber als der den Vogel erwürgt, bringt sie ihn um!“ Insgesamt betrachtet jedoch ein gutes Drehbuch (Plagiatsvorwürfe! laut Bild!) , eine bessere Susanne von Borsody und ein erschreckendes Thema – und am Ende wird ja sogar aufgelöst, warum (Achtung Spoiler!) die Ehefrau die Beine Ihres Ehemannes nach dem Mord/Notwehr abgehackt hat. Sie konnte die Leiche mit Ihrem Rückenleider so besser und vor allem leichter transportieren! Realistischer Sarkasmus, sehr selten am ARD-Sonntagabend! Wertung: 7,5/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 40 %).


Foto: MDR

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