Archiv für Dezember 2008

im TV gesehen: Tatort – Der tote Chinese (HR)

Dienstag, 30 Dezember, 2008

Frankfurt – schon wieder. Sänger – nicht schon wieder! Wer ist eigentlich zutändig für die Sendeplanung bei der ARD, wenn man neben doppelten Leipziger Einsätzen nun auch noch die Frankfurter und den Ösi nahezu doppelt erleben darf! Gebührenabzug! Ich drück noch mal ein Auge zu, denn wir wurden positiv überrascht. Mein Frau sagte zwar nur: „War ok, bis auf die weibliche Kalkleiste….“, aber das klingt aus Ihrem Mund fast wie ne Oscar-Nominierung. Nur eben ohne Sawatzki. Zum Fall: Spannend, außergewöhnlich, starke Gastschauspieler (wenn ich nur an den tatschikischen oder kasachischen Import-Export-Typen Shavkat Nazarov denke – Kida Khodr Ramadan), kamera- und soundtechnisch auf sehr hohem Niveau (obwohl mich der Score immer an „Absolute  Giganten“ erinnert hat, den Bushido mal gesamplet hat) – ein echtes Krimi- oder besser Thriller-Highlight – eben mit Abzügen für die Frankfurter und deren privates Geplänkel und Sawatzkis Blässe (die muss doch zum Arzt!)! Aber warum kann man hier schwärmen: Weil ein Experte, namens Hendrik Handloegten, für Regie und Bild verantwortlich war und nach seinem ersten Tatort „Pechmarie“ ein weiteres Meisterstück abgeliefert hat. Von „Paul ist dead“ und „Liegen lernen“ muss ich wohl gar nicht erst reden… Wir wollen mehr davon im Ersten. Dafür verzichte ich auch auf meinen zuvor ausgesprochenen Gebührenabzug! Um es zusammen zu fassen, halte ich mich an die Kritik des Tagesspiegels: „Bildgewalt, Lakonie, Komik und Bitterböses, große Wirtschaftspolitik und kleine Familiengeschichten – was kann man vom letzten TATORT dieses seltsamen Jahres mehr erwarten?“ Meint er etwa das Jahr als Jahr oder das Tatort-Jahr? Dieses war auf jeden Fall seltsam, wenn ich die Fälle alle Revue passieren lasse. Hoffentlich geht das 2009 nicht so weiter – mit dem Ösi (schon wieder!). Wertung: 8/10 – eigentlich 9/10, war aber eben Frankfurt!(Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 50 %).

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Foto: HR

2008 endet mit einem Pfund Schnäppchen von der Insel

Montag, 29 Dezember, 2008

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Affenheimtheater hat es vor einigen Tagen dank diesem ersten Beitrag bereits verkündet:  „Der aktuelle Kurs des Euros zum Britischen Pfund lädt zum absoluten Kaufrausch bei unseren freundlichen Inselnachbarn ein. Während man Mitte des Jahres für 1GBP noch rund 1,3€ berappen durfte, steht der Kurs aktuell bei nichtmal 1,05! Für importierfreudige Filmfreunde bedeutet dies, daß man sich die lästige Umrechnerei bei britischen Onlinehändlern mittlerweise (fast) ersparen kann und im Kopf das £ direkt durch € ersetzen kann. Wer also noch etwas Weihnachtsgeld übrig hat, kann aktuell eine Menge sparen, besonders da britische DVDs und Blu-ray Discs häufig auch mit einer deutschen Tonspur daherkommen und trotzdem früher auf den Markt kommen„.
Ich hab da natürlich vorgesorgt und einige prächtige blaue Importartikel von der Insel bestellt – und alle mit deutschem Ton und einige weit vor der deutschen Veröffentlichung: „The Dark Knight“, der einige Tage vor der deutschen Veröffentlichung am 22. Dezember 2008 eintraf, „Wanted“ (deutsche VÖ: 08.01.09), „Untraceable“ (nie in D auf Blu-ray erschienen – wohl auch nicht geplant), „Street Kings“ (deutsche VÖ:  23.01.09) und „Hellboy 2“ (deutsche VÖ: 26.02.09) – dvd.co.uk, thehut.com und der Finanzkrise sei Dank!

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Wenn man bedenkt, was ich dazu in den letzten Monaten noch Dank des Amazon Tiefpreisgesetzes echt günstig erstanden habe  – ich muss mich wirklich ranhalten…

im TV gesehen: Tatort – Granit (RBB)

Montag, 22 Dezember, 2008

Ösi-Tatort. Schon beim ersten Blick  in die TV-Zeitschrift verheisst dies nix gutes. Und ich erwischte mich dabei nach rund 15 Minuten umschalten zu wollen, meinetwegen auch auf ein Heinz-Erhard-Special, denn die Konkurrenz zum sonntäglichen Standard im Ersten war ebenfalls erbärmlich (bis auch NDR und den großen Heinz Erhard eben!). Aber meine Frau hielt mich ab… so blieben unverständliches österreichisches Kauderwelsch, eine wirre Story (Bauerngeschichten sind mir eh zuwider) und das Bestreben die Fernbedienung zu drücken, immer wieder…war ja nicht der einzige, denn der Hang zur sprachlichen Authentizität könnte die ARD den einen oder anderen Zuschauer nördlich der Donau gekostet haben. Mich eben leider nicht – ich hielt durch und frage mich anschließend, ob Cliffhanger jetzt auch beim Tatort angesagt sind (vgl. Sascha Göbel in Frankfurt) und insbesondere wie Kommissar Moritz Eisner gemeinsam mit der Reporterin aus dem Eisloch in dem Weiher kommt? Setzen sechs! Mystik gabs bei Akte X! Wertung: 2/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 90 % – hab aber auch überhaupt nicht aufgepasst!).

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Foto: RBB

„Lakeview Terrace“ mit bestem HD-Ausblick

Donnerstag, 18 Dezember, 2008

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„Lakeview Terrace“ ab heute im Kino! Ein provokantes Thriller-Drama, das sich mehr traut als etwa der Oscar-preisgekrönte L.A. Crash… trotz der Schwächen im Finale bleibt „Lakeview Terrace“ ein hochinteressantes, atmosphärisches Werk, schreibt filmstarts.de. Wer wie ich den Weg ins Popcorn-verschmutzte, Nebengeräusch-intensive und mittlerweile sauteure Kino scheut, wartet eben noch rund fünf Wochen und bestellt für den 27. Januar 2009 online Samuel L. Jackson aus den Staaten: „In this dramatic thriller, a young interracial couple (Patrick Wilson and Kerry Washington) move into their dream home and are increasingly harassed by their next-door neighbour (Samuel L. Jackson), a tightly wound black LAPD officer. When the couple decides to fight back the feud turns deadly. “ Coded for all regions (A, B and C), extras are presented in a mix of standard and high definition. Features include: 1080P 2.40:1 Widescreen, English, French and Portuguese 5.1 Dolby TrueHD,Spanish and Thai DD5.1 Surround, Subtitles (Main Feature): English, English SDH, French, Chinese (Traditional & Simplified), Portuguese, Spanish, Thai, Indonesian, Korea, Subtitles (Extras): Chinese, Korean, Portuguese, Spanish, Thai, Commentary with Director Neil LaBute and Kerry Washington, Deleted Scenes with optional commentary with Director Neil LaBute and Kerry Washington and Behind the Scenes.

im TV gesehen: Waffenschwestern (HR)

Donnerstag, 18 Dezember, 2008

Als RTL-Trash Movie mit unübersehbaren „Bandits“-Anleihen wäre der letzte Tatort „Waffenschwestern“ höchst wahrscheinlich gerade noch zu ertragen, da der Zuschauer sich nach den vielen Werbepausen kurz über filmische Szenen freuen könnte. Aber als sonntäglicher Tatort habe ich selten so gequirlten Mist gesehen! Frankfurt hat als Stadt, als Fußballverein und sowieso als Tatort-Schauplatz bei mir einen schweren Stand, aber was der Hessische Rundfunk sich hier erlaubt hat, lässt mich echt überlegen den hr-Tatort in Zukunft zu boykottieren! Andrea Sawatzki hat wie immer nur einen mimischen Gesichtsausdruck und zudem ihren Beruf verfehlt – zumindest als Kommissarin Sänger. Man stelle sich nur vor, ein Taxifahrer hat Angst in ein Parkhaus zu fahren! Hallo! Und warum schießt sie in der Schlussszene der Waffenschwester Jule nicht einfach ins Bein, sondern „erlöst“ sie? Und der affige Psychologe – braucht ein Tatort sowas? Wir haben Dellwo übrigens auch nicht vermisst. Und werden es auch nicht mehr. Frankfurt-Ende. Vermissen werde ich dafür unseren Hannoveraner „Helmut Rahn“  Sascha Göpel – den einzigen Lichtblick, der es leider aufgrund von drehbuch-technischen Deppen immer nur zum Fußabtreter von Dellwo und Sänger geschafft hat. Der Kommissar, der so gern Jura studieren und nach Berlin ziehen wollte, fällt im Dienst. Eine Minute vor Schluss. Ich hätte doch aussschalten sollen, um die größte Frechheit dieses Gebührengeldverschleuderns lieber verpasst zu haben! Wertung: 2/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 10 %). 1 Punkt Sonderwertung für die Tarrantinoreske Erschießungsszene zu Beginn in der Bank. Aber da hatte meine Frau mir schon erzählt, dass jetzt nur Scheisse kommt. Wie recht sie hatte!

HR/Bettina Müller)
Foto: HR

Totgesagte lesen länger – DVD Vision is back!

Freitag, 12 Dezember, 2008

Bild vergrößernGut ein Jahr nachdem die frühere DVD Vision eingestellt wurde und die Titelrechte an die Computec Media AG übergingen, die die Widescreen anschließend zur Widescreen Vision machten und mich als Leser verloren, haben wohl noch mehr Leser verloren, die lieber eine Heimkino-Zeitschrift als reines DVD-Magazin mit umfangreicher Marktübersicht, kompetenten Tests und ohne Heft-Beilage wollen. Also ist sie wieder da – die DVD Vision.  „Dabei greifen wir den Geist der früheren DVD Vision auf, ohne den Anspruch, das einstige Heft vollständig zu kopieren“, schreibt der (neue) Verlag, …aber dafür werden praktisch die kompletten DVD-Inhalte der Widescreen Vision kopiert. Da wird auch auf eine Heft-DVD verwiesen, die gar nicht dabei ist, und die Fragensteller und DVD-Bewerter sagen es deutlich, dass sie von der Widescreen Vision sind. Das Interview mit Jörch von Art und Voice ist doppelt,  etc. Da wird jetzt also alle zwei Monate die Widescreen recycelt. Nee nee, so einfach geht das nicht. Das erste (neue) Heft war ein Testkauf, und der Test wird streng… PS: Weiss vielleicht einer wo die MOVIEHOME geblieben ist? Seit Tagen suche ich die für Dezember angekündigte Neuausgabe der Schmankl-Zeitschrift mit Hochglanz-Heimkinos und geil geschriebenen Besuchsreportagen (da könnte sich der Roman von der Heimkino zw. Homecinema noch einiges abschauen!). Bitte melden!Cover vergrössern

Weihnachten mit… Bastian Pastewka!

Donnerstag, 11 Dezember, 2008

Fröhliche Weihnachten!

Eine Wiederholung als TV-Tipp – das ist selten, aber in diesem Fall Pflicht: Morgen, Freitag, 12. Dezember, 20.15 Uhr, auf dem Kuschelsender Sat.1, die wohl beste Einstimmung auf Weihnachten: Anke Engelke und Bastian Pastewka alias W olfgang und Anneliese präsentieren eine schräge Parodie auf alle Weihnachtsshows im deutschen TV. „Fröhliche Weihnachten!“ ist ein ein bunter Strauß an witzigen Einspielern, ein spektakuläres Feuerwerk der Wandlungsfähigkeit von zwei der besten deutschen Comedians. Und das ist Grimmepreis-ausgezeichnet! Zu Recht. OK, eine neue Folge bzw. Sendung wäre die Krönung gewesen, aber dafür sollten uns Bastian Pastewka und Christoph Maria Herbst mit dem „Zwei Weihnachtsmänner“ entschädigen, einen Weihnachtszweiteiler, der am 18. und 19. Dezember in Sat.1 gezeigt wird und schon  eine Woche vorher auf DVD erscheint.

Und obwohl ich auch Switch liebe; den besten Peter-Zwegat-aus-Berlin macht immer noch der Bastian (Foto: Sat.1 via bastianpasteweka.de)… Es lohnt sich!