Archiv für November 2008

Premiere von der DFL gerettet – von mir verlassen!

Freitag, 28 November, 2008

Auch in den nächsten vier Jahren darf Premiere jedes Spiel der Fußball-Bundesliga zeigen – dank der DFL, die alten Bekannte vertraute und aus finanziellen Gründen in weiser Voraussicht für die Jahre nach den vier Jahren auf interessante Konkurrenz wie Disneys Kanal ESPN verzichtete und Premiere (zunächst) die Zukunft sicherte. So kann man die heutige Entscheidung und den Bericht von Spiegel Online wohl zusammenfassen. Das hilft euch aber auch nicht. Mich hat Premiere schon als Kunde verloren: Nachdem der Murdoch-Clan die Zahlen reviderte und Billig- bzw. Freundschafts-Abos aus der Statistik strich, killten sie auch meine Sonderkondition: Die bisherigen Sonder-Angebote für Journalisten, Studenten oder Mitarbeiter von Premiere-Partnerunternehmen sollen abgeschafft werden. In Zukunft sollen alle Kunden die gleichen Preise zahlen – so die neue Devise bei Premiere. Bestehende Beträge laufen zwar bis zum Ende ihrer Laufzeit zu den Sondernkonditionen weiter. Danach soll aber eine Verlängerung nur zu den regulären Konditionen möglich sein.
Ab der Saison 2007/08 überträgt der Bezahlsender Premiere Fußball live aus der Bundesliga

Dann eben ohne mich, denn Voll-Zahlung ist das Programm nicht wert! Obwohl Premiere nach eigenen Angaben mindestens 96 Spiele pro Saison live und exklusiv in HDTV zeigen will, ist das zu wenig. Wo ist Exklusivität – hier kann man unheimlich Punkten gegenüber den GEZ-Programmen, aber es bleibt bei einem HD-Sender. Und die öffentlich-rechtlichen legen nach. ARD und ZDF werden zum geplanten HD-Start am 12.02.2010 anlässlich der Olympischen Winterspiele in Vancouver mit insgesamt vier HDTV-Programmen aufwarten können. Neben dem deutsch-französischen Kulturkanal „arte HD“, der bereits seit dem 1. Juli 2008 auf Sendung ist, sollen auf dem gleichen Satellitentransponder auch die HDTV-Versionen der beiden Hauptprogramme von ARD und ZDF zu sehen sein. Diese werden erstmals voraussichtlich während der Leichtathletik-WM in Berlin vom 15.08.-23.08.2009 aufgeschaltet werden. Zudem kann Premiere HDTV nicht mehr einzeln, sondern nur noch nur in Kombination mit dem Fußball-Bundesliga-, Sport-, Film- und/oder Familien-Paket zu einem Aufpreis von 10 EUR abonniert werden – kostet also mindestens 29,99 EUR im Monat. Wer das komplette Premiere-Programm inklusive „Premiere HDTV“ und „Premiere Star“ haben will, zahlt 53,99 EUR im Monat.
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Da spielt es auch keine Rolle, dass man nach dem ganzen NDS-Zwangsupdate-Quatsch ab Dezember endlich die Möglichkeit der HDTV-Aufnahme geschaffen hat: HUMAX liefert ab Dezember den ersten offiziell für den Empfang von Premiere HD geeigneten HDTV-Festplattenreceiver für den Satellitenempfang aus. Der mit einem Twin-Tuner ausgestattete „Humax PDR iCord HD“ ist eine speziell für den Premiere-Empfang konzipierte Version des bereits erhältlichen Festplattenreceivers „Humax iCord HD“ mit integriertem Kartenleser für die Premiere-Smartcard. Als Verschlüsselungssystem kommt das erst kürzlich bei Premiere eingeführte „VideoGuard“ von NDS zum Einsatz.

ESPN America Logo
Ich bin dann mal weg und freu mich dann ab Februar auf ESPN America (ehemals NASN) im Bouquet von Arena. US-Spitzensport, spitzenmäßig aufbereitet – es wäre bestimmt interessant für und mit der Fußball-Bundesliga bei Disney geworden – aber den Obama-Effekt konnte bzw. durfte Disney-Sport nicht nutzen!

Death Race im Kino – Blu-ray sauschnell am Start

Freitag, 28 November, 2008

Warum denn noch ins Kino für den neuen Jason Statham, wenn der (wahrscheinlich ohnehin nicht mit wirklich wichtigen Dialogen gestopfte) Action Movie schon einen Tag vorm Fest unter dem Weihnachtsbaum liegen kann! Am 23.12.2008 wird Death Race in schönem 1080p Transfer und 5.1 DTS-HD Master Audio in den Staaten erscheinen und mit Glück auch codefree sein. Bei den letzten Veröffentlichungen übern großen Teich war man jedenfalls sehr Export-orientiert. Und ein super BD-Live-Feature soll es auch geben: „Universal’s Death Race Blu-ray will include the ability for users to record a play by play video of themselves, and upload it to be judged and win unspecified prizes.

Weiterhin im prall gefüllten Ich-muss-nicht-ins-Kino-und-kann-warten-Pack: „A single-disc offers both the R rated Theatrical Cut (1hr 45mins) and a new Unrated Cut (1hr 51mins). Features include: 1080P 2.35:1 Widescreen, English 5.1 DTS-HD Master Audio, French and Spanish 5.1 DTS Surround, English SDH, French and Spanish subtitles, U Control – Picture in Picture (Unrated Version Only), U Control –

Tech Specs (Unrated Version Only), My Scenes,  Create Your Own Race, Start Your Engines: Making a Death Race, Behind the Wheel: Dissecting the Stunts, Feature Commentary with Director Paul W.S. Anderson and Producer Jeremy Bolt (Unrated Version Only), D-Box, BD Live – My Commentary, My Chat, My Scenes Sharing, Exclusive Content, a digital copy of the unrated version is also included on a second disc.“ Hier gewinnt die US-Blu-ray das Rennen gegen den Kino-Besuch – fürs Kino also doch irgendwie ein Death Race.

im TV gesehen: Tatort – Häschen in der Grube (BR)

Dienstag, 25 November, 2008

Solide Krimiunterhaltung aus München. Batic und Leitmayr ermitteln souverän zwischen Pflegefamilien und Medizinversuchen. Diesmal wirkte die Thematik auch nicht so weit hergeholt und bemüht wie in anderen Fällen am Sonntagabend. Im Gegenteil – die Geschichte war schlüssig und Kinder aus Kriegsgebieten als Versuchskaninchen nicht gerade weit hergeholt. Da hat man glatt den Mörder bzw. die Mörderin in diesem Fall übersehen, zumindest bis kurz vor viertel vor zehn. Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 70 %)

BR)
Foto: BR

im TV gesehen: Tatort – Salzleiche (NDR)

Dienstag, 18 November, 2008

Plutoniumhandel, Gorleben, Al-Qaida-Terror, Krippenplätze, Datenklau, BND-Affäre – damit hätten wir die „Tagesschau“ thematisch so ziemlich durch“, schreibt mein geschätzter HAZ-Kollege Imre Grimm in meiner Heimatzeitung. Und er hat Recht, der neue Furtwängler Tatort „Salzleiche“ war zu viel auf einmal. Die Lösung des Falls sowas von banal und von meiner Frau natürlich schon nach fünf Minuten vorhergesagt – da war von BND und Spanien noch gar nichts zu sehen! Trotzdem ein solider Krimi der thematisch natürlich auf der Höhe der Zeit lag und damit brandaktuell erneut über neun Millionen Zuschauer vor die sonntagabendliche Glotze lockte. Dafür gibt es solide 7/10 Punkte, aber nach zwei mal 9 Punkten in Folge muss man ja auch mal Abstriche machen…(Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 10 %)

NDR/Nik Konietzny/Carles Carabi Negueruela)
Foto: NDR

im TV gesehen: Tatort – Wolfsstunde (WDR)

Dienstag, 18 November, 2008

Der letzte Tatort aus Münster brach den Quotenrekord dieses Jahres, titelt Spiegel Online. Die Episode mit dem Titel „Wolfsstunde“ erreichte über zehn Millionen Zuschauer. Stolze 10,14 Millionen Zuschauer fieberten vor den Fernsehgeräten mit, wie Kriminalkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) seinem Bauchgefühl folgte und gegen den Rat von Staatsanwältin Wilhelmine Klemm und die Indizien seines Kompagnons, Rechtsmediziner Professor Karl-Heinz Boerne (Jan Josef Liefers), den Fall löste. Aber nicht nur die Quote was spitze, auch der Tatort selbst gehörte zu den besten des Jahres. Keine Klamotte zwischen den Herren, keine sozialkritisches Gehabe – Es war spannend und gleichzeitig überraschend, wie Boerne durch seine arrogante und selbstherrliche Art fast alles vermasselte und Thiel nicht wie üblich kontern konnte, sondern abgelenkt durch das geheimnisvolle weibliche Opfer seine eigne Tour fuhr! Es war ein echter Tatort-Thriller, basierend auf einem echten Fall, wie ich in der Bild-Zeitung einen Tag später lesen durfte. Spannend, geheimnisvoll, unterhaltsam – so wünscht man sich den Sonntagabend. Abzüge gibt es nur wegen der Date-Geschichte von Boerne und Alberich – zu oft gesehen – und dem Gastauftritt von Jörg Pilawa. Ansonsten, klare Wertung: 9/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 80 %)

WDR/Uwe Stratmann)
Foto: WDR