Archiv für September 2008

im TV gesehen: Tatort – Das schwarze Grab (SR)

Donnerstag, 25 September, 2008

Ein aktuelles Thema heiß angepackt – der Tatort wird ja fast zur Lindenstraße der Abendunterhaltung. Saarland, Bergbau, Erdbeben, Arbeitsplätze, Politik – wer einen hochtrabenden Politatort erwartet hatte, wurde enttäuscht, stattdessen: „Das Wunder von Legende meets Daylight“… mit sehr vielen dunklen Szenen. Da konnte sich unser neuer Sony LCD 40“ W4000 gleich prächtig beweisen, denn er hat m.E. für einen LCD einen Wahnsinns-Schwarzwert! Aber dazu an anderer Stelle mehr! Also wieder mal ein Tatort, der über bestehende Konvention hinausgeht. Das kann gut gehen oder auch nicht (Die Kritiken auf moviepilot.de sind ja zum Teil verherrend!). Auf jeden Fall wurden mal wieder viele Klischees bedient. Ich kann mich ja öffnen und so nehme ich auch einen prügelnden Deininger mit einem Verdächtigen im Krankenhaus als „fast passende Satire a la BangBoomBang“ – Und eins noch: die Auflösung war doch sehr schnell absehbar! Naja, ich bin gespannt wie sich die Kollegen Deininger und Kappl schlagen, wenn wieder die Einöde des Saarlands droht! Mit Palu konnte ich nie etwas anfangen, die beiden Herren geben zumindest Hoffnung! Wenn auch nur zart… Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 10 %).

im TV gesehen: Tatort – Blinder Glaube (RBB)

Donnerstag, 25 September, 2008

Eine hahnebüchene Erfindung, die Blinde wieder sehend machen soll. Das hier nur Profit drin ist und keine Wunderheilung ist und war von Anfang an klar, und damit steht und fällt vor allem die Spannung und das Niveau des Tatorts – da helfen auch die sonst gut aufspielenden Aljinovic und Raake nicht, die diesmal „Kennenlerntag“ feiern und gemeinsam Rumba üben… „Manfred-Krugesk“ – Freunde, wenn ich Soprans Blog eher entdeckt hätte, wären diese 90 Minuten sicherlich unterhaltsamer vergangen! Wertung: 5/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 30 %).


Foto: RBB

im TV gesehen: Tatort – In eigener Sache (SWR)

Donnerstag, 25 September, 2008

Stuttgart, die Zweite! Und die erste Steigerung! Der zweite Fall von Thorsten Lannert und Sebastian Bootzerinnert zwar etwas an „Training Day“ in Benz-Town, aber wenn das Gute gewinnt und dabei Klischees (ok, bis auf das „Wir werden Buddies“-Geiseldrama) nicht unbedingt bedient werden müssen, kann man von einem weiteren Fortschritt in der beliebten Krimireihe am Sonntagabend sprechen. Schließlich muss auch der Tatort mit der Zeit gehen. Dass das den einen oder anderen Fans von Stoever und Ehrlicher nicht gefällt, erklärt sich von selbst. Für die restliche TV-Generation ist das ein Gewinn und trägt zur Aktualisierung eines Mythos bei – und zur Spannungserhaltung, denn aufpassen war angesagt, denn „eigentlich ist es ja auch ganz nett, wenn wieder Tatorte gedreht werden, deren Autoren nicht davon ausgehen, dass die Zuschauer die Hälfte der Zeit eh aufm Klo sind oder telefonieren„, wie Batzman zurecht bemerkt. Weiter so… Wertung: 7/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 40 %).


Foto: SWR