Archiv für Juli 2008

im TV gesehen: Tatort – Ausweglos (MDR)

Freitag, 18 Juli, 2008

Nachdem die Lister Lichtspiele umzugsbedingt in der Sommerpause waren, kam auch der Tatort in der Sommerpause nur für ein kurzes Intermesso zurück: Bevor es Mitte August mit dem zweiten Fall des neuen Duos aus Stuttgart weitergeht, durften die neuen Leipziger zum zweiten Mal ran! Und konnten wieder nicht überzeugen. „Ausweglos“ ist das ganze noch nicht, aber die neuen Leipziger Ermittler, von Simone Thomalla und Martin Wuttke gespielt, hatten auch im zweiten Fall weniger mit Verbrechen zu tun, als vielmehr mit sich selbst. Auffallend häufig beschäftigt sich der „Tatort“ zuletzt mit Kindern. Der erste Fall in Leipzig drehte sich um Kindesmissbrauch, in Stuttgart war es zuletzt Kinderhandel, in Frankfurt Kindesverwahrlosung. Kein Wunder, bei den Schlagzeilen der Boulevardpresse. Und die neuen Leipziger, die modernen und zeitgeistigen, stehen da natürlich nicht zurück. Dazu noch haben beide Kommissare ihrerseits, als sie noch verheiratet waren, ein Kind verloren und sind bei diesem Fall nun tief verstrickt in ihre alten Ängste. Klar, auch Kommissare sind Menschen, manche sind geschieden und trauern um ein Kind. Aber muss es gleich alles auf einmal sein? Da stimme ich dem Tagenspiegel zu. Und überhaupt – der Fall war zu durchschauen wei Plexiglas. Also: Ab in die Sommerferien und üben. Weniger enge Kleider und Lippen, dafür mehr Schauspiel zeigen, Frau Assauer und weniger zwischenmenschelne Kommissare und mehr Zwischenmenschliches und Spannendes im Fall! Welpenschutz hält nicht ewig, liebe Freunde des MDR-Tatorts. Nicht das ich mir nachher noch den Ehrlicher zurückwünsche… Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 10 %).

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