im TV gesehen: Tatort – Borowski und das Mädchen im Moor (NDR)

Kommissar Borowski ist ein Sympathieträger – auch wenn er nicht immer zu durchschauen ist, insbesondere bei seinen Wegen zur Täterfindung. Wie auch in diesem – nicht spannenden – aber dafür wirklich unter die Haut gehenden Meisterstück aus Kiel mit einem groß aufspielenden Andreas Schmidt, der im Gegensatz zu früheren Auftritten (die Stimme ist ja nun echt nicht verwechselbar) zeigt, was in ihm steckt: Man leidet mit ihm mit, dem psychisch labilen Genossen, der die Welt nicht mehr versteht, die aussichtslos gegen ihn ist – beim Mord aus Versehen, oder besser aus Angst vor der noch ungewisseren Zukunft, beim souverän gespielten hilfsbereitem Buddy vom Vornamensgleichen Kommissar, der er wird, bis zur unweigerlichen aber quälenden Aufklärung des Verbrechens, ja sogar beim Amoklauf in der eigenen Familie (ganz schön brutal für die ARD!). Ein Tatort der mal wieder Zeichen setzt und sich positiv vom üblichen Alltagskrimi absetzt! Wertung: 8/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 5 % – war ja nach 5 Minuten klar, wer der Täter ist, da der Mord gezeigt wurde!)

  Frieda Jung und Borowski (Bild: NDR/Marion von der Mehden)
Foto:  NDR

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