Archiv für Februar 2008

16 Folgen gefangen – Heidis Topmodels sind wieder los

Freitag, 29 Februar, 2008

germanysnexttopmodel.pngDa fällt der Heimkino-Abend am Donnerstag wohl die nächsten 16 Wochen aus: Heidi Klum ist wieder da mit ihrer Suche nach den neuen deutschen Topmodels. Mir kam es gestern jedenfalls mehr so vor, als würde man die Sendung in einer wahren Flut von Werbe-Einblendungen, -Blocks und Sendehinweisen suchen müssen: praktisch „Germany’s next Werbe-flut“ – unglaublich. Unglaublich ist auch, dass man – ob man will oder nicht – nun wieder gefangen ist, und am Donnerstag wohl öfter reinschaltet, meine Frau tuts ja eh… Was bleibt außer der Werbeflut hängen: Bruce Darnell ist nicht ersetzbar, auch nicht durch den neuen Casting Director Rolf Scheider, der – wenn man die Augen zumacht – Horst Schlämmer mit französischen Akzent vor einem stehen lässt. 


Foto: Pro Sieben

Und Gina-Lisa, 21, die platinblonde, solariumbraune „Top Model“-Debütantin mit hessischem Zungenschlag und Baywatch-Oberweite, die sich von Jury-Mitglied Peyman Amin als Donatella-Versace-Double verhöhnen ließ und dennoch in die zweite Runde kam. Wie sagte der für Bruce Darnell eingewechselte Casting Director Rolf Scheider doch so treffend, meint SPIEGEL online: „Eine heftige Portion Frau!“. Die Bushido der Mannequins hat das Potenzial für echte Unterhaltung in dieser Staffel – inklusive „Fremdschämen“. Aber auch die Männer bekommen bei Heidi ihr Fett weg: „Macht es dir nichts aus, dass deine Freundin monatelang weg sein könnte?“, fragte Klum das männliche Anhängsel einer Schönen. „Nein, ist doch prima für die Karriere“, antwortete der. Klums Rat an die Modelaspirantin: „Der ist gut, den behalten wir.“ Da bleib ich lieber an der Glotze…

„We own the Night“ und bald die regionfreie Blu-ray aus den Staaten

Donnerstag, 28 Februar, 2008

8 BlickwinkelWie diese Woche „8 Blickwinkel“ aufgrund der eher mittelmäßigen Kritiken kein Kinotipp wurde, hat es in der letzten Woche „Helden der Nacht“ trotz Star-Ensemble und atmosphärischen 80er-Copfilm nicht geschafft. Denn richtig spannend wird die sehr vorhersehbare Geschichte selten, so fimstarts.de. „So hat man die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts erst kürzlich authentischer bei David Finchers „Zodiac“ und stilvoller bei Ridley Scotts „American Gangster“, Scorseses „The Departed“ ist „Helden der Nacht“ in Sachen Spannung und Emotionalität der Geschichte um mehr als eine Nasenlänge voraus; und David Cronenbergs jüngstes Werk „Tödliches Versprechen“ ist bei den Themen „Russenmafia“ und „V-Mann“ sicherlich der klare Sieger.“

Aber ins Kino braucht man auch nicht mehr, denn per Luftpost kommt der Film seit dem 12. Februar als Blu-ray über den großen Teich. Und laut Bluray.liesinc.net sogar codefree, und das als Sony Home Entertainment-Produkt. „This Blu-ray edition is also a mixed bag — it has a strong video transfer, but suffers from a rather underwhelming TrueHD track and a small smattering of supplements. In the end, you should give this one a try, but be cautious before you make a blind buy based on the strength of its cast alone.„, meint HighDef-Digest. Die Details: 1080P 1.85:1 Widescreen; English, French and Spanish Dolby True HD 5.1 Surround; Subtitles (Main Feature): English, English SDH, French, Spanish, Hindi;Subtitles (Extra Features): Spanish; Commentary with Writer and Director James Gray; Police Action: Filming Cops, Cars, and Chaos; A Moment In Crime: Creating Late 80’s Brooklyn; Tension: Creating We Own The Night. Also auf jeden Fall „worth a look!“ Und wer deutschen Ton braucht, wartet ein wenig und greift dann am 07. April einfach zur UK-Blu-ray (so habe ich es jedenfalls in den einschlägigen DVD-Foren gelesen).

George Clooney (ohne Oscar) ist „Michael Clayton“ und der Juristen-Thriller schon in HD erhältlich

Donnerstag, 28 Februar, 2008

Den Oscar zur Belohnung für seine bisher überzeugendste Leistung, so SPIEGEL online, hat George Clooney am vergangenen Sonntag nicht bekommen, aber sein Engagement sei unbestritten. Der letzte Schauspieler mit ähnlicher Macht, Dinge zu bewegen und Gegensätze aufzulösen, wäre Warren Beatty – ein großer Vergleich, aber „Michael Clayton“ sei auch wirklich ein außergewöhnlicher Film. Ein Kritiker der New Yorker „Village Voice“ meinte in dem Anwalts-Thriller von Autor und Regisseur Tony Gilroy die beste John-Grisham-Adaption aller Zeiten erkannt zu haben, obwohl der Film eben nicht auf einem solchen Roman basiert – wenn das mal nicht der Kinotipp der Woche wert ist! Filmstarts.de gibt außergewöhnliche 9/10 Punkte und findet, dass neben der Story eine elegante Optik, ein atmosphärischer Score und eine clevere Struktur, die verschiedene Zeitebenen am Ende geschickt zusammenführt, zum Erfolg beiträgt. Mit einem krönenden Abschluss in einer schlicht phantastisch gespielten Schlussszene – ein Showdown wie in einem Western, nur mit modernen Mitteln. Wir sind gespannt…

Seit dem 19. Februar ist der Film sogar schon in den Staaten auf Blu-ray erhältlich und absolut „recommended“ von High-Def Digest, ab dem 11. März zudem (hoffentlich) noch auf HD-DVD. Und das Beste: schon die Blu-ray ist region-free und damit auf heimischen PS3s abspielbar, war bei Warner aber auch zu erwarten. Die Details: 1080P 2.40:1 Widescreen; English, French and Spanish 5.1 (Dolby Digital on Blu-ray, Dolby Digital Plus on HD DVD); English, French and Spanish subtitles (Main Feature); French subtitles (on Select Bonus Material); Commentary by writer/director Tony Gilroy and editor John Gilroy; Additional Scenes (SD).

    Der Erwerb lohnt sich trotz des fehlenden HD-Bonus Materials (nicht nur inhaltlich und beim derzeitigen Dollar-Wert), vor allem wenn auf Streifen im Originalton steht.

    im TV gesehen: Tatort – Und Tschüss (NDR)

    Mittwoch, 27 Februar, 2008

    Der Oberlehrer tritt ab – aber das lasse sich verschmerzen, denn es ging oft moralisierend und harmlos zu, sagt Christian Buss von der taz. Atzorn versuchte im Ledermantel den harten Hund zu geben – und blieb stets ein unverbindlich moralisierender Oberlehrer, der in 15 Krimis seit Oktober 2001 mit Tilo Prückner, Julia Schmidt und später auch mit Ursula Karven ein Gespann bildete. Aber Atzorn hatte mit dem Hamburger „Tatort“ auch ein schweres Unterfangen zu stemmen, meint sat+kabel. Nach dem heiter-jovialen Auftritt der singenden Publikumslieblinge Manfred Krug und Charles Brauer musste sich der eher sachlich und introvertiert wirkende und selten lächelnde Atzorn erst einmal seine Anhänger erkämpfen. Dennoch schalteten regelmäßig sieben bis acht Millionen Menschen ein.

    So auch am vergangenen Sonntag, als den 15. und letzten Fall von Hauptkommissar Jan Casstorff mit dem Titel „Und tschüss…“ ab 20.15 Uhr nach Senderangaben 7,01 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 19,4 Prozent) verfolgten. So auch wir. Erneut nichts spektakuläres, ein gut-böse-schwarz-weiß-Krimi mit persönlicher Note – seine Herzallerliebste wird entführt! Aber die Folge endet noch einmal spektakulär (naja!) in einer Verfolgungsjagd mit ordentlicher Ballerei zwischen Containern im Hamburger Hafen, Casstorff trifft den bösen Gangster mitten ins Herz, bevor er seine Herzdame befreien kann, und der Polizeikarriere endgültig abschwört. Das überromantische Ende fällt aus, obwohl Adam und Eva am Ende in den (nicht heiligen, aber Hamburger) Hafen einfahren. Kein Good-bye, kein Abschiedsschmerz – einfach vorbei!

    Allein der Titel klingt so ein wenig despektierlich meint der STERN: „Und Tschüss“, als ob man noch schnell eine „Tatort„-Folge hingerotzt hätte, um Atzorn möglichst schnell und ohne Aufsehen zu verabschieden. Einen etwas würdigeren Abgang hätte man sich für Jan Casstorff schon gewünscht. Ok, schließlich habe der Kommissar uns von den insgesamt 15 Folgen mindestens zwei äußerst denkwürdige „Tatort„-Sonntagabende beschert, mit so glanzvollen Folgen wie „Investigativ“ über Watergate an der Waterkante, in der die Verflechtung von Medien und organisierter Kriminalität behandelt wurde. Oder „Schattenspiele“, wo es um Korruption im Abschiebegefängnis, illegale Medikamententests und Menschen ging, so der STERN. Das stimmt, das waren auch die einzigen Highlights, die mir im Gedächnis blieben.

    Jetzt kommt ein neuer dran: Mehmet Kurtulus (35), dem Publikum bereits als Fahnder des Landeskriminalamts in Hannover aus den „Tatort“-Krimis mit Maria Furtwängler bekannt. Der Tatort-Fundes zeigt noch einmal den Wechsel an der Waterkant auf. Vielleicht wird Hamburg dann endlich als brachial boomende Weltstadt behandelt, hinter deren Glitzerfassade ziemlich unübersichtliche ethnische, soziale und ökonomische Konflikte toben, hofft der STERN. Vielleicht macht ihr einfach mal wieder gute Krimis, mit charakterintensiven Darstellern und Nähe zum Zuschauer! Wertung: 5,5/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 35 %)

    Wanda Wilhelmi und Casstorff (Bild: NDR/Maria Krumwiede)
    Foto: NDR

    im TV gesehen: Tatort – Borowski und das Mädchen im Moor (NDR)

    Mittwoch, 20 Februar, 2008

    Kommissar Borowski ist ein Sympathieträger – auch wenn er nicht immer zu durchschauen ist, insbesondere bei seinen Wegen zur Täterfindung. Wie auch in diesem – nicht spannenden – aber dafür wirklich unter die Haut gehenden Meisterstück aus Kiel mit einem groß aufspielenden Andreas Schmidt, der im Gegensatz zu früheren Auftritten (die Stimme ist ja nun echt nicht verwechselbar) zeigt, was in ihm steckt: Man leidet mit ihm mit, dem psychisch labilen Genossen, der die Welt nicht mehr versteht, die aussichtslos gegen ihn ist – beim Mord aus Versehen, oder besser aus Angst vor der noch ungewisseren Zukunft, beim souverän gespielten hilfsbereitem Buddy vom Vornamensgleichen Kommissar, der er wird, bis zur unweigerlichen aber quälenden Aufklärung des Verbrechens, ja sogar beim Amoklauf in der eigenen Familie (ganz schön brutal für die ARD!). Ein Tatort der mal wieder Zeichen setzt und sich positiv vom üblichen Alltagskrimi absetzt! Wertung: 8/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 5 % – war ja nach 5 Minuten klar, wer der Täter ist, da der Mord gezeigt wurde!)

      Frieda Jung und Borowski (Bild: NDR/Marion von der Mehden)
    Foto:  NDR

    Bundesvision Song Contest: Raab spaltet die Republik, „Subway to Sally“ meinen Kopf!

    Freitag, 15 Februar, 2008

    songcontest.jpg 

    Dank des letzten Weihnachtsgeschenkes meines Bruders an meine Frau und mich, durfte ich als einer von 8.500 Zuschauern  – meist Teenies – dabei sein,  als die Bundesländer beim Raabschen Bundesvision Song Contest in meiner Heimat um die Gunst der Stimmen kämpften. Ganz oben im Oberrang – nichts für Leute mit Höhenangst! …und vor dem Stimmenverkünden war ich auch wieder zu Hause (wer muss das denn noch in der Arena sehen…?), das ersparte langes Stehen im Abfahrtsstau und erleichterte das Einschlafen. So bekam ich erst heut morgen mit, dass am Ende sich die „Mittelalter-Folkrocker von Subway to Sally“ aus Brandenburg gegen den Pop-Songwriter Clueso aus Thüringen, mit einem Punkt Vorsprung durchsetzten – und meine Heimatland spielte auch noch Zünglein an der Wage. Bei 16 schlecht bis mittelmäßig, in Auszügen sogar guten, mehr oder minder bekannten Bands, war STS mit Abstand das mieseste Geschrei, dass wir gestern abend ertragen mussten (Spalt N: schaltet den Schmerz ab – schnell und zuverlässig)! Und ernteten bei uns als Einzige auch ein lautes „Buh“!. Deutschland (oder Pro Sieben-Zuschauer?), wo bist du hingekommen…


    Foto:  Pro Sieben
    Der Osten gewinnt also, und plaziert auch noch andere neue Länder unter den Top 5 – was ehemalige Ostblockrepubliken beim echten Grand Prix schaffen, ist für die neuen Bundesländer eine leichte Übung – die statten nämlich mit Liebe ihre Nachbarn punktemäßig aus. Brandenburg schiebt sieben Punkte nach Mecklenburg-Vorpommern, acht nach Berlin, zehn nach Thüringen und zwölf in die eigene Tasche. Recht hat Spiegel Online. „So mancher Zuschauer wünscht sich die Mauer zumindest beim Bundesvision Song Contest wieder herbei.“

    Für mich hätte Clueso gewinnen müssen: das beste Arrangement, der beste Sänger, das beste Orchester! Aber im Herzen hat eigentlich DAS BO den Sieg verdient: Nach d e r Performance. So authentisch mit seinem Bernhard-Brink-Gedächtnis-Minipli und Tanzeinlagen am Rande der Epilepsie! Aber ich bin eh Fan seit 1994… „ganz genau“!

    Dittsche sein Bier perlt weiter am Sonntag, basta!

    Donnerstag, 14 Februar, 2008

    Achtung! Sonntag gibt wieder „Dittsche“ mit zehn neuen Folgen – oder, wie jetzt? Samstag! Hä!? Sonntag ist Dittsche-Tag! Ja, Olli Dittrich wird seine Kunstfigur „Dittsche“ ab Mitte Februar samstags in der „Eppendorfer Grill-Station“ sein Bier perlen lassen -Haussender WDR verlegt die erfolgreiche Comedy. Dittrich und seine Fans sind not amused. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ haben Dittsche-Fans im Internet gegen die Verlegung protestiert. Olli Dittrich selbst fürchtet auch die Spielfilmkonkurrenz am Samstagabend, sagte er rp online. Ja, eben und das „ZDF Sportstudio“ und Party, etc. Dittsche war das Optimum – nach dem Tatort – zum Abschluss der Woche. Aber „mein Haussender“ NDR wird „Dittsche“ weiterhin am Sonntagabend ausstrahlen – zwar spät gegen 23.45 Uhr, aber da ich eh bei „Sport 3“ hänge, kein Problem. Es sei denn mir fallen die Augen zu, dann verpasst man große legendäre Momente wie den untenstehenden, egal ob am Samstag beim WDR oder am Sonntag beim NDR: