Endlich wieder NBA im TV der Bananenrepublik Deutschland

Posted Mittwoch, 30 Dezember, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Sneak Preview, TV, by the Way

Ok, es ist im Pay-TV, aber immerhin: Deutschland, das Land, das der stärksten Basketball-Liga der Welt den ersten Europäer als MVP schenkte, Europameister 1993, WM-Dritter 2002 und EM-Vize 2005, bekommt ab dem 1. Januar wieder die NBA auf den Schirm. Bosnien, Zypern, die DomRep, Korea, Polen, Taiwan – Länder, die im International TV Schedule der NBA einen festen Stamm- bzw. Sendeplatz für amerikanischen Basketball haben. Nur die BR Deutschland war ein weißen Fleck. Eigentlich unglaublich!

Doch ab dem 1. Januar gibt es jetzt jede Nacht (!) mehr als sechs Stunden „NBA TV“ live im Sportprogramm von Sky. Sky übernimmt ab 1 Uhr das Originalprogramm von „NBA TV“. Bis 7.30 Uhr aktuelle Spiele, spannende Hintergrundberichte und Highlights von anderen Partien. Eigentlich mehr drumrum, denn die Spiele liegen bei 3-5 Partien pro Woche. Neben dem täglichen Programm von „NBA TV“ wiederholt Sky einmal pro Woche ein Spiel, das vorher bereits im Nachtprogramm live zu sehen war, tagsüber oder am Abend mit deutschem Kommentar (wer’s braucht…). Ferner überträgt Sky bis zu 15 Spiele der Conference Finals und der Finals live mit deutschem Kommentar (bisschen wenig…).

Das ist nicht der Burner, aber immerhin. Es gibt wieder NBA in Deutschland. Gut, das ich beim HD-Angebot von Sky zugeschlagen habe. Denn die erneute Wahl fiel mir nach dem Auslaufen des Journalisten-Abos echt schwer. Aber Film und Sport bis Ende Juli 2010 in HD entschädigt, 96 in der BuLi-Konferenz ist Pflicht und nun NBA, das geht… Nicht zu vergessen: ESPN America. Denn wer wirklich was von BaBa versteht wird hier fündig – und ab dem März so richtig “mad”: “Up to 5 live or as-live games a week from major conferences around the country.  Live and exclusive coverage from every round of March Madness, including the semi final and final.” Und dafür braucht man kein Sport-Abo, sondern lediglich Sky Welt Extra!

© Getty Images

„Helden leben lange, Legenden sterben nie“

Posted Mittwoch, 18 November, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Lister Lichtspiele

Deutschland-Elfenbeinküste 2:2

im TV gesehen: Tatort – … es wird Trauer sein und Schmerz (NDR)

Posted Mittwoch, 18 November, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Ein Tatort mit dem Titel “… es wird Trauer sein und Schmerz“, der diese Trauerwoche abschließt, dann noch mit der LKA-Kommissarin aus Hannover (meiner Heimat – ermittelt aber im Messe-Parkplatz Peine-Ost) – schon komisch, und doch so aussagend! Der Fall war von der Geschichte nicht schlecht: Sniper, Web 2.0, Egoismus, Sensationsgaffer… aber wieso kommt Madame erst so spät darauf, den Ehemann der beim Unfall Verstorbenen in Betracht zu ziehen? Und warum nervt der Martin so (wer braucht den noch?) Und warum ist ihr Sohn eigentlich immer so lieb und kuschelt? Und wo zum Henker ist eigentlich der Vater? Erzählt die Geschichte doch langsam mal zu Ende. Die Lindholm wird – und das sage ich hier wirklich als Lokalpatriot – echt langweilig! Oder waren es doch die Umstände, denn in den Fan-Forum hat dieser Tatort doch beträchtlich gut abgeschnitten. Von den Einschaltquoten ganz zu schweigen, die sind ja bei der Furtwängler eh immer gut. Die Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 70 %).

http://i2.tvspielfilm.de/imedia/0168/3910168,rZPXuSNXGD_ZUpprFuk2gUuyLdLa+Ea50n62Bhd+FkSNsdWe6WZJuIeHa661Fqfn5+CEldAT_7sWQFdcPGUrpg==.jpg
Foto: NDR

Die Lichtspiele bleiben vorerst geschlossen…

Posted Mittwoch, 11 November, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Lister Lichtspiele

ingedenken

Der Comedy-Herbst oder -Pastewka. Auf DVD. Eine neue Marketing-Masche.

Posted Mittwoch, 4 November, 2009 by listerlichtspiele
Categories: DVD, Sneak Preview, TV

http://static.myspass.de/datasheets/imperiamdb/merchandising_pool/herbst_dvd_stromberg4.jpegProSieben hat gestern mit der Ausstrahlung der ersten von zahn Folgen der vierten Staffel von “Stromberg” begonnen. Endlich. Obwohl ich schon jetzt hoffe, das Finsdorf nicht zu lange das neue Heim vom besten Chef der Welt ist… Wer sich die Serie im Fernsehen (und damit die Werbung! Windows 7 – Hallo!?) ersparen und gleich auf DVD sehen will, bekommt dazu schon wenige Tage später Gelegenheit – unglaublich! Bereits morgen, am 6. November, kommt die komplette Staffel 4 auf DVD und das 3 Disc-Box-Set enthält neben allen Episoden der 4. Staffel als Extras u.a. die Bühnenshow “Stromberg Live!”, Making ofs sowie Frei-Episoden von “Pastewka” und “Der kleine Mann”. Und das für locker unter 20 Euronen!

Und die neue Marketing-Taktik scheint wohl Mode zu werden. Auch der Kollege Pastewka bringt kurze Zeit nach der grandiosen TV-Premiere am 20. November mit einer turbulenten Geschichte um Sex, Drugs and Autoreifenkekse seine 4. Staffel mit 12 Folgen auf DVD raus. Und ebenso eine Collectors-Edition mit allen Staffeln auf 9 DVDs. Wer schaut doch dann noch ins TV? Wer hält die Quoten hoch, damit die Perlen der deutschen TV-Unterhaltung nicht abgesetzt werden?

Obwohl die ersten Quoten von den beiden doch sooo schlecht nicht sind. Zum Auftakt der neuen Staffel von Pastewka verzeichnete Sat.1 2,60 Millionen Zuschauer – so gut lief es während der dritten Staffel für die Comedyserie mit Bastian Pastewka nie. Die Stromberg-Episode „Beziehungen“ kam im Schnitt auf 16,6 Prozent Marktanteil – keine Episode der dritten Staffel holte beispielsweise ähnlich gute Werte. 2,10 Millionen Menschen ab drei Jahren sahen im Schnitt zu, was insgesamt auch zu sehr guten neun Prozent Marktanteil führte. Eine halbe Stunde später konnten diese Werte gar getoppt werden: Die erste Episode mit Stromberg in Finsdorf kam auf 16,8 Prozent Marktanteil. 1,63 Millionen Bundesbürger ab drei Jahren sahen zu.

Aber da waren die werbefreien Silberlinge ja auch noch nicht auf dem Markt…

Pastewka (4. Staffel, 12 Folgen) (3 DVDs)Bastian Pastewka - Pastewka (Collector's Edition)(9DVDs)

im TV gesehen: Tatort – Schweinegeld (RBB)

Posted Mittwoch, 4 November, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Johanna Gastorf, der Name ist nicht so bekannt, als dass man gleich ein Gesicht vor Augen hätte, aber schaltet man aktuelle deutsche TV-Produktionen ein (oder Sönke Wortmanns “Das Wunder von Bern”) und insbesondere einen Tatort, dann kennt man das Gesicht. In der letzten Woche noch Nonne, jetzt schon opportunistische Frau Balthasar im Fleischgroßhandel (mit kürzeren Haaren). Bekannte Gesichter sind schön und gut, aber Johanna Gastorf muß ich jetzt nicht immer und überall sehen… Der Fall, nun ja, Gammelfleisch, Ukraine Mafia (ohne Gas), Ränkegeplänkel und ein Ritter, der drehbuchtechnisch eine (Krankheits-)Auszeit nimmt. Alles ein bißchen viel und übertrieben. Aber endlich durfte mal Weber, das Berliner Original, ran. Und der machte seine Sache mit Stark stark. Ach, und Lucas Gregorowicz seh ich seit Lammbock eh super gern. Die Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 60 %).

Foto: RBB

im TV gesehen: Tatort – Tempelräuber (WDR)

Posted Mittwoch, 4 November, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Ein amüsanter, aber kein klamottiger Tatort aus Münster. Auch wenn man bei Boernes zwei gebrochenen Armen schon manchmal das Gefühl hatte. Aber insgesamt war diesmal die Mischung zwischen Spannung und Humor genau richtig. Der Fall lief jedoch so durch, auch wenn Münster endlich mal das Thema behandelte das am nächsten liegt. Und dazu noch in sensibel. Die Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 20 %).

http://i2.tvspielfilm.de/imedia/4706/3884706,X_ZeTu3+001x40FBhqwhtXoUF7bt+Qamt6ZXlip4kUtPgZzJIONkvNQuzROIsKqSL5xHLWYWZsfuPjlWS_g++g==.jpg
Foto: WDR

im TV gesehen: Tatort – Um jeden Preis (BR)

Posted Dienstag, 20 Oktober, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Thomas Sarbacher zum Zweiten! Da ist der Tatort-Hauptverdächtige innerhalb von acht Tagen der Gleiche, nur eben in einer anderen Rolle. Diesmal als Gewerkschaftsfunktionär. Gewerkschaft und Tatort? Passt das? Wenn man die Programmzeitschriften liest, eher nicht, aber die 90 Minuten Münchner Tatort haben etwas anderes bewiesen. Auch wenn der Krimi zu kurz kam – schließlich war es wirklich Selbstmord und dazu kam ein selbstverübter Anschlag – es war ein interessantes Spiel um Macht und Erhalt derselben, um Medien und  Intrigen. Ok, die persönliche Schiene zwischen Greedinger (von Greed=Gier) und Bati(c) war etwas weit hergeholt und auch der Gastauftritt vom Luca-Toni-Austausch-Italiener war ja fast mehr Mittel zum Zweck, um Otto-Normalzuschauer bei der Stange zu halten. Egal, war irgendwie gut. Die Wertung: 7/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 20 %).


Foto: BR

im TV gesehen: Tatort – Vermisst (SWR)

Posted Mittwoch, 14 Oktober, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Jubiläum für Lena Odenthal. 20 Jahre Tatort aus Ludwigshafen. Und ein Fazit darf die Kommissarin sich selbst geben: “Wer ich bin?”, fragt Odenthal kurz vor Krimi-Schluß ihren verdächtigen Gegenüber. “Lena O. Nicht mehr ganz jung. Beziehung: Katze. Freunde: meine Kollegen. Mehr nicht. Seit 20 Jahren wühle ich in Gewalt, Mord und Totschlag. Und ich find’ nur selten irgendetwas Nettes darin. Ich bin einsam. Oft.” Die Neue – als die sie 1989 startete – ist schnell zur Etablierten geworden. Und vielleicht auch austauschbarer. Ihr neuester Fall “Vermisst” ist auch keiner, der ihr eine starke Identität gibt. Da teile ich die Meinung der kritischen Spiegel Online-Hommage von Christian Buß: … der (Drehbuch-geschriebene-persönliche) Stillstand bei der Figur Odenthal überträgt sich irgendwann auf den SWR-Tatort insgesamt. Und so ziehen sich auch die Jubiläums-90 Minuten Neutrumgerecht (man könnte auch sagen: 20 Jahre und immer noch Single; oder gibt da platonische Kopper-Liebe?) dahin. Eines bleibt jedoch festzuhalten: Sooo schlecht war das Ende und die Auflösung nicht, aber in Deutschland kommt man dafür trotzdem in den Knast, in den USA kann nicht (vgl. Doppelmord). Die Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 65 %).

http://www.monstersandcritics.de/downloads/downloads/articles3/153885/article_images/image5_1252692907.jpg
Foto: SWR

im TV gesehen: Tatort – Platt gemacht (WDR)

Posted Mittwoch, 7 Oktober, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Schon wieder ein Kölner Tatort zum Thema Alkohol. Ja hallo, erst die Krimis mit den Schwierigkeiten mit Minderheiten in Schwierigkeiten und jetzt schon wieder ne thematische Doppelung… sei es drum, Kollegen Ballauf hat ja keinen Tropfen angerührt  – man beachte die (hoffentlich gewollte) aussagenden Szene im Lokal mit der Auswahl zwischen zwei Kölsch und dem Kaffee, wobei Max zum braunen Muntermacher greift. Ansonsten wird die soziale und moralische Kelle nur selten rausgeholt und das ist gut. Auch der Undercovereinsatz bleibt auf eine Minimum beschränkt, wer soll auch Freddy als Hausmeister und Stöver und Brockie beim Versteckt-Campen schlagen. Die Mörderin ist spät zu erkennen und auch sonst laufen die 90 Minuten gut vorbei, obwohl man so langsam das Gefühl bekommt, die Geschichten der beiden kölsche Jungs sind bald alle erzählt. Aber den geneigten ARD-Zuschauer stört es nicht: Der Tatort landete mit 9,55 Millionen Zuschauern nicht nur den ersten Platz bei den Sonntagskrimis 2009, sondern ließ dabei auch noch Superman, Oceans 12 und Navy CIS hinter sich. Die Wertung: 7/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 75 %).

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Foto: WDR

Und wer jetzt die Bewertungen der September-Tatorte “Borowski und die Sterne (NDR)” und “Architektur des Todes (HR)“  vermisst – ich hab auch viele Minuten der beiden schwachen Krimis verpasst und verzichte auf eine Wertung. Zwei kurze Fazite: 1. Gut, das bald Schluß ist mit Sawatzki und Co. Ulli Tukur, rette bitte den HR! 2. Warum in alles in der Welt lässt der NDR Borowski seine Psychologin poppen? Ab jetzt werden seine (immer skandinavischeren) Krimis also von Beziehungsallerlei und/oder -stress gebeutelt. Oh je!

im TV gesehen: Tatort – Mit ruhiger Hand (WDR)

Posted Samstag, 29 August, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Sommerpause vorbei! Endlich wieder ein (neuer) Tatort! Und dann noch das Kölner Duo, aber diesmal irgendwie nur lauwarm, wie ein Pils niemals sein sollte. Wobei wir auch beim Thema wären. Alkoholismus in der ganzen (Täter-)Familie und dazu noch beim Kommissar Ballauf. Es gibt derzeit wenig Tatorte ohne Sozialkritik und Psychokisten. Klar, dass Thema ist wichtig und richtig, ließ aber auch die Spannung am Sonntagabend im Dilirium. Denn das der Ober-Doc letztentlich auch der Täter war war mehr als abzusehen. Dazu Wackelkamera und mit lauter Musik und Alk zugedröhnte Trauerszenen. Und ein alter Ballauf mit Selbstzweifeln und ohne Selbstkenntnis. Vielleicht wird ja alles besser mit eventueller neuer Affäre? Wenigstens Freddy ohne Aussetzer. Die Wertung: 5/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 5 %).

http://i2.tvspielfilm.de/imedia/5284/3755284,NJIKHvNmb88S9MT9mRc8QsgRiy9LR90yQZuPguuTMBMxB8p7Zw50lHXINS4aMZjiGVpvAqIDYMYV5UgFGC08XQ==.jpg
Foto: WDR

Freddy at his best:  Ballauf nach gestörter Zweisamkeit mit Chance auf ersten Kuss :  “Miserables Timing, Feddy”. Schenk: “Wieso Timing, Du bist einfach zu schüchtern!”

im TV gesehen: Tatort – Das Mädchen Galina (SWR)

Posted Samstag, 18 Juli, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Uiih, ganz vergessen, den letzten Tatort vor der obligatorischen Sommerpause zu bewerten! Ist ja übrigens auch nicht schlecht, wenn man mal den Sonntag auf der Terrasse sitzen kann oder bei schlechtem Wetter den ein oder anderen Film auf  wegguckt. Zum Tatort: Also Stuttgart wird immer beliebter… Zwar war derFall kein überaus spannender, dafür die Auflösung aber nicht schlecht, man konnte mal wieder schön miträtseln. Und die beiden Cops werden immer sympathischer. OK, da wird Bootz gleich mal angeschossen (keine schusssichere Weste oder was?), also ein weitere Fall von Gewalt an Ermittlern, und davon gab es in letzter Zeit schon einiges. Wenigstens waren keine Hunde und keine Homosexuellen dabei… Dafür wurde aber heterosexueller Kontakt gemieden. Mensch Lannert, geht doch endlich mal an Deine Nachbarin ran! Was war sonst noch? Ach ja, Tatort-Recycling:  Der kroatische Bruder der toten Prostituierten war im Fall der Grund für Zuviel Heulsusigkeit bei Kollegin Nika und in Wirklichkeit der Darsteller von Daniel Castorf – dem Ex-Tatort-Cop aus Hamburg (nur jetzt eben ein bisschen moppeliger)!Die Wertung: 7/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 75 %). Weite gehts mit neuen Folgen dann am 23. August in Köln: Wir freuen uns auf Ballauf und Schenk!

„Tatort“ Stuttgart - Szenen aus „Das Mädchen Galina“
Foto: SWR

Gute Schlußpointe: Lannert auf die Frage, warum er denn trotzdem den vormals verdächtigen, schleimigen, ja verabscheuungswürdigen Politiker gewählt hat: “Er war der Einzige auf dem Wahlzettel, den ich kannte.”

im TV gesehen: Tatort – Tote Männer (RB/WDR)

Posted Freitag, 19 Juni, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Schon wieder der Assi, der hier im Mittelpunkt steht. Diesmal ist Stedefreund nicht verdächtigt, sondern festgefahren in seinen Verdächtigungen, lässt nicht los und zerstört nicht nur das “Eheglück” des jungen Ehepaares (von wegen!), sondern auch noch gleich die gute Welt seiner Chefin Lürsen, da er ihre Tochter mit einem One-Night-Stand beglückte. War ja klar, dass es mal so kommen konnte – und die alte Mutter stellt sich trotzdem ein wenig an! Egal, ich glaub eh, das Stedefreund in Wahrheit schon ein mehr als heimlicher Verehrer seiner Vorgesetzten ist (nennt man das das Ödipus-Komplex?!). Der Fall an sich war für uns von Anfang an klar. Fritzi Haberlandt ist für mich (Sorry!) in allen ihrer Rollen irgendwie ne Psychopatin und deshalb schon von Grund auf verdächtig. Die Atmosphäre des TV-Krimis war trotzdem nicht zu verachten, ebenso die Bilder und die schauspielerischen Leistung vor allem von Felix Eitner (der ne echt arme Sau spielt). Im Endeffekt die Wertung: 6/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 5 %).

http://www.radiobremen.de/fernsehen/tatort/die_faelle/bild926_v-slideshow.jpg
Foto: RB/WDR

im TV gesehen: Tatort – Im Sog des Bösen (SWR)

Posted Donnerstag, 11 Juni, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Im Sog des Bösen schienen zu allererst die Tatort-Autoren zu sein: persönliche Verstrickung des Ermittlers in den Fall durch Bekanntschaft – damit mordverdächtig, ein Staatsanwalt der nicht so koscher ist, interne Ermittlungen. Das haben wir in den letzten Monaten zuhauf gehabt. Und dann noch Frau Blum. Sie zählt nicht zu meinen Liebsten und die Art wie sie mit Perlmann umgegangen ist, trotz aller Verdachtsmomente, spricht für sich! Der Fall war spannend (abgesehen von den unnötigen Hintergrund-Themen: Medizin-Skandal!? und Oldie-Band), keine Frage, aber wenn man ganz ehrlich ist, haben die Police-Praktikanten von Anfang an keinen korrekten Eindruck gemacht. Nur wie dann das Finale aufgelöst wurde war wieder ein Fall von: “Oh Mist, schon 83 Minuten voll, wir müssen ein aufklärerisches Finale schaffen – mit dem Brechhammer!” Insgesamt fürn Blum-Tatort nicht schlecht, dank Perlmann, der endlich mal mehr zeigen durfte, denn Blum wirkt eh behäbig und fast schon wie die Ehrlicher vom Bodensee, oder besser “Konstansch”. Wertung: 5/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 30 %).

http://www.cineastentreff.de/teleschau/200924/1/200924_217200_3_012.jpg
Foto: SWR

im TV gesehen: Tatort – Kinderwunsch (RBB)

Posted Sonntag, 7 Juni, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Wieder mal Österreich – wieder mal unentschlossen in Bewertung und Film. Irgendwie cool wie Krassnitzer seine vorher (hübsche Angebetete nun nach Ertappen (und irgendwie nicht Gentlemen-Like und Staatsrecht-like) zu weiteren Aussagen zwingt. Das sieht man nicht häufig in bundesrepublikanischen Tatorten – von Schimanski und Batu mal abgesehen. Und für die Story – Fusch und Auslands-Mafia bei künstlicher Befruchtung – absolut nicht verträglich, dass der Faden zur osteuropäischen Mafia überhaupt nicht weiterverfolgt wird. Zudem kann mir keiner erzählen, dass von Pistolenschuß-Getroffene mit Schutzweste über 5 Minuten nach dem Treffer rumliegen als wären sie tot. Oder war das Tarnung? Beim Zuschauer jedenfalls hat es gewirkt… Ansonsten nicht viel. Der Ösi muss sich langsam mal entscheiden ob “ganz oder gar nicht”, das war irgendwie dazwischen… Wertung: 5/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 40 %).

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Foto: RBB

im TV gesehen: Tatort – Schiffe versenken (RB)

Posted Mittwoch, 3 Juni, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Vorweg: Eine endgültige persönliche Bewertung entfällt, da ich die letzten 30 Minuten im (Halb-)schlaf verbrachte. Das spricht nicht gerade für einen spannenden Tatort mit Lürsen, sondern für einen Mitläuferkrimi (trotz guter Lokation – Schiff in der Nordsee) mit einigen Ungereimtheiten: Wieso kann die Kommissarin weit auf dem Meer noch mit  deutschem Handy(netz) telefonieren, ein Schiffsmann kann durch Stahltüren gehen und eine Polizisten lässt sich (freiwillig, da Seegesetz gilt) entwaffnen. Und wieso um alles in der Welt schickt man keinen Hubschrauber und lässt die überarbeitete und alternde Miss Marple, ach nee, Lürsen allein unter Männern ermitteln bzw. versuchen zu ermitteln? Fragen über Fragen – da siegte der Schlaf. Aber am 14.06. darf die Bremerin ja wieder ran, das muss besser werden. Denn auf dem Wasser hat die Dame aus der Hansestadt nicht überzeugt, dass war eher “Krimi versenkt”! Wertung: 4/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 50 %).

http://www.mz-web.de/ks/images/mdsBild/1237371528968l.jpg
Foto: RB

Im TV gesehen: Tatort – Tödlicher Einsatz (SWR)

Posted Samstag, 23 Mai, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Lena Odenthal im 20. Fall, in einer Stadt, die außer einem Chemiewerk nicht viel zu bieten hat. Na gut, ne Menge großer Lager im Rheinhafen. Der dann auch promt wieder als Kulisse auftaucht… Aber trotzdem müssen hier ganz besonders die Charaktere und die Storys schon stimmen. Doch diesmal wars sehr kostruiert und konfus. Wiedermal ne Geschichte im innerpolizeilichen SEK-Milieu, dazu Lenas Kammerflimmern (persönliche Note, um von der schlechten Story abzulenken?), ewig lange Entzugsszenen und am Schluß… die lang erwarteten Cousine – welch ein peinliches Ende eines peinlichen Films. Wurde doch für dieses schlechte Pointe  soviel Vorarbeit (gäähn) geleistet. Wertung: 5/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 20 % – viele nennen es das altbekannte “der bekannteste Gastschauspieler ist immer der Täter”-Syndrom).

http://www.cineastentreff.de/teleschau/200920/1/200920_215794_2_012.jpg
Foto: SWR

P.S.: Am Ende noch ein Tipp aus dem Tatort-Forum zu LU und möglichen Einsparungen für die ARD: “Die BASF sieht nachts sehr schön aus, und wenn dann ausnahmsweise noch die Fackel des Steamcrackers leuchtet, spart die Produktion viel Licht!”

Im TV gesehen: Tatort – Borowski und die heile Welt (NDR)

Posted Donnerstag, 21 Mai, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Ein starker Borowski. Nicht so gut wie sein bester „Die Tote aus dem Moor“, aber dennoch ein sehenswertes Stück aus dem hohen Norden. OK, der Fall hatte einige Längen, und obwohl meine Frau und ich desöfteren wegen unserer nicht-wirklich müden Kinder aus dem Fall gerissen wurden, konnte die jeweilige Frage „Hab ich etwas verpasst?“ stets mit „Nein“ beantwortet werden. Wieder einmal zeigt sich auch, dass der Tatort nicht mehr der typische Krimi ist, auch nicht sein kann, denn jeder Ermittler hat seine Eigenarten, sein typisches Umfeld und jeder ARD-Sendeanstalt möchte vielleicht auch einmal einen Fernsehpreis absahen. Und so ist „die heile Welt“ des Herrn Borowski auch mehr Psycho-Rätsel und Sozialdrama als Krimi. Das ist super gespielt von Milberg (Betroffenheit) und Wackernagel (innerer Zerrissenheit), trägt am Ende in den letzten Minuten aber zu dick auf: Sprung vom Balkon, Querschnittlähmung, dennoch geborenes Baby, Ehemann wird Vater. Für den Fernsehpreis muss man das nicht tun, wohl aber für die etwa 7 Millionen Alllerwelts-TV-Kunden am Sonntagabend. Wertung: 8/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 50 % – meine Frau ist natürlich schnell drauf gekommen (Frauen), ich tippte lange auf die „Oma“).

http://www.cineastentreff.de/teleschau/200919/1/200919_215451_2_012.jpg
Foto: NDR

Im TV gesehen: Tatort – Bittere Trauben (SR)

Posted Donnerstag, 21 Mai, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Saarbrücken, warum hat dieses kleinen Bundesland eigentlich eigene Ermittler? Diese könnten doch genauso gut in der Pfalz ermitteln oder in Südhessen, wenn es um Weine geht. Oder in Bayern, in Peter Steiners Komödienstadl. Denn was uns der SR in diesem Fall beschert hat, kommt da ganz nah dran. Ich sage nur: Weinfest, Tuba blasen, Konstantin Wecker im Bett mit Frau Becker, und die gekünstelte Liebesgeschichte vom Kommissar. Dazu das über“dramatische“ Ende, das eher an eine ARD-Telenovela erinnert als an einen bodenständigen Tatort. Nach dem wirklich guten letzten Fall im Bergwerk, bei dem uns die Herren sogar ein wenig ans Herz gewachsen sind, hat man hier das Gefühl, die beiden Bubis  aus ihrer Laiendarstellung nicht herauskommen: Keine eigene Persönlichkeit, keine Wertschöpfung, nix besonderes, außer Dialekt und Wein, aber dann kann’s ja auch die Pfalz sein. Mir Wurscht, ich komm aus einer Bierstadt und trink eh kein Wein, egal welcher Jahrgang und welches Anbaugebiet. Wertung: 4/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: die Auflösung war eh egal, nur klar dass die poppende Weinkönigin nicht unbedingt teilnahmslos war).

http://www.ka-news.de/storage/scl/dpa/starline/fernsehen/tv-tippdestages/249841_m0w515h515q75v10659.jpg
Foto: SR

Im TV gesehen: Tatort – Oben und unten (RBB)

Posted Donnerstag, 21 Mai, 2009 by listerlichtspiele
Categories: Filmkritik, TV

Spannend, was Untertage in der Hauptstadt los ist (Off-Topic: auch Hannover hat da einiges zu bieten, wie diese exzellente DVD beweist). Ab und an hatte ich sogar erwartet, das das Monster aus dem mega-schlechten Film „Creep“ oder eben Franka Potente auftaucht. Aber stattdessen nur ein irrer Künstler – ist eben Berlin und ein Tatort. Dennoch war es einfallslos, was man mit der Millionenmetropole übertage macht. Brandenburger Tor, Potsdamer Platz, Regierungsviertel, – das war zuviel Touristik-Berlin in Bildern, aber es gibt doch noch viel mehr zu sehen, und viel schöneres. Da beweist man Mut, und lässt Peter Fox (ok, ist ja auch gerade trendy), über sein hübsch-hässliches Berlin singen, aber mehr ist nicht drin. Der Fall fesselte nur bedingt. Spannend, aber wie Ritter und Starck fast selbstständig ermitteln, aber am Ende wieder zur gleichen Zeit am Ort der Geschehens zur Auflösung ankommen. Viele Wege führen eben zum Täter, der so überraschend nun nicht zu erkennen war, aber eben erst durch die – erst versteckte – persönliche Verbindung zum Opfer (Sohn) das Motiv offenbart. Bleibt nur die Frage, was macht eigentlich Starks Sohn, in so einer familiär angelegte Geschichte hätte das gut gepasst. Aber auch nicht verkehrt, sich mal nur auf den Fall zu konzentrieren und die Familiengeschichten der Ermittler außen vor zu lassen. Wertung: 7/10 (Heimkriminalistischer Rätsel- und spannungserhaltender Aufklärungs-Faktor: 60 %)

http://i2.tvspielfilm.de/imedia/6610/3606610,X_ZeTu3+001x40FBhqwhtXoUF7bt+Qamt6ZXlip4kUsakiUGhd_phk8LgcZ3N5rzRTWqkACU4NJ7NrtO+dOuDA==.jpg
Foto: RBB